HPV - Impfung: Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs
Gebärmutterhalskrebs ist nach Brustkrebs die zweithäufigste Krebsart bei Frauen zwischen 15 und 44 Jahren. Ursache dafür ist oft eine Infektion mit Humanen Papillomviren, abgekürzt HPV. Neben dem Gebärmutterhalskrebs können Humane Papillomviren noch weitere Krankheiten auslösen: Krebserkrankungen der Scheide und des äußeren Genitalbereichs sowie Genitalwarzen.
Meist heilt eine Infektion mit dem Humanen Papillomvirus folgenlos aus. Etwa ein Fünftel der Infektionen verläuft jedoch chronisch (ohne dass dies bemerkt wird) und kann Veränderungen bis hin bis zu unkontrolliertem Zellwachstum hervorrufen.
Wer ist gefährdet?
Spezielle Risikogruppen gibt es nicht - daher sollte jede Frau wirkungsvoll vorbeugen. Denn Papillomviren sind sehr weit verbreitet. Sie werden durch Haut- und Schleimhautkontakt, meist beim Geschlechtsverkehr, übertragen. So infizieren sich im Laufe ihres Lebens etwa zwei Drittel aller Frauen mit diesen Viren.
Wie kann ich mich schützen?
Es gibt einen Impfstoff, der vor Humanen Papilloma Viren (HPV) schützt. Diese sind für ca. drei Viertel der Gebärmutterhalskrebsarten, ihre Vorstufen sowie für Genitalwarzen hauptverantwortlich. Um den besten Schutz zu bieten, sollte die Impfung, drei Injektionen innerhalb sechs Monaten, vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolgen. Daher hat die Ständige Impfkommission (STIKO) die Impfung für Mädchen und junge Frauen zwischen dem 12. und dem vollendeten 17. Lebensjahr empfohlen. Aber auch Mädchen und Frauen außerhalb dieser Altersbegrenzung können von der Impfung gegen HPV profitieren.
Da die Impfung nicht vor allen Humanen Papillomviren-Typen schützt, empfiehlt es sich, auch weiterhin Kondome, zum Schutz auch vor anderen sexuell übertragbaren Krankheiten, zu benutzen.
Mehr Sicherheit durch Impfung und Vorsorgeuntersuchung
Es gibt auch andere Virustypen, die Gebärmutterhalskrebs auslösen können. Deshalb muss die Krebsvorsorgeuntersuchung bei Ihrem Arzt auch nach der Impfung weiterhin regelmäßig erfolgen. So können auch andere schwere Erkrankungen wie z.B. Brustkrebs oder Eierstockkrebs rechtzeitig erkannt werden.
Diesen Artikel können Sie hier als druckfertiges PDF abrufen.
Quelle: Deutscher Hausärzteverband Landesverband Baden- Württemberg e.V., sanofi pasteur MSD
Weitere, immer aktuelle Informationen zum Thema Impfungen, speziellen Infektionskrankheiten sowie wem welche Impfungen empfohlen werden, finden Sie bei:
Bildquellen:
Bild 1: © Rainer Sturm / PIXELIO
Bild 2: © stonewashed / PIXELIO
Bild 3: © Konstatin Gastmann / PIXELIO