Zeckenimpfung / FSME
Krankheiten durch Zeckenstiche
Liebe Patientinnen und Patienten,
FSME = Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis
FSME ist eine durch Zeckenstich übertragene Hirnhaut- (Meningo) und Gehirnentzündung (Enzephalitis). Die Zecken werden aktiv, wenn es warm wird - etwa ab Ende Februar bis in den Dezember hinein, je nach Witterung auch das ganze Jahr über.
Meist folgenlos verlaufende Infektion, selten aber auch schwere Folgeschäden (z. B. Gehirnschäden, Lähmungen) und Todesfälle. Ist man erstmal erkrankt, kann FSME durch Medikamente nicht geheilt werden, auch nicht durch Antibiotika, da es sich im Gegensatz zur Borreliose nicht um eine bakterielle sondern um eine Viruserkrankung handelt. Deshalb ist die vorbeugende Impfung so wichtig. Diese ist gut verträglich.
Auch die Landkreise Lörrach und Waldshut sowie die schweizer Nachbarkantone sind Risikogebiete bzw. Hochrisikogebiete für FSME. Deshalb kann und muss die Impfung jedem, der sich hier auch mal in der Natur aufhält, empfohlen werden. Auch die Gesundheitsbehörden des Landes sprechen diese Empfehlung offiziell aus.
Insbesondere sollten sich auch Erwachsene durch die Impfung schützen, da bei ihnen die FSME-Erkrankung in der Regel deutlich schlimmer verläuft als bei Kindern.
Kinder sollten von dem Zeitpunkt an einen Impfschutz haben, ab dem sie in Risikogebieten mit Pflanzen wie Gras und Buschwerk in Berührung kommen.
Auch über Nahrungsmittel kann man sich mit FSME - Viren infizieren, z.B. mit Milch frisch von der Kuh oder mit Rindfleisch.
Grundimmunisierung: mindestens 3 Impfungen
In unserer Gegend ist meistens das sogenannte Schnellschema angezeigt (4 Impfungen).
Auffrischung: regelmässig erforderlich
Impfempfehlung: z. B. weite Teile Süddeutschlands inkl. Gegend vom Bodensee bis Karlsruhe mit Landkreisen Lörrach und Waldshut, Teile Ostdeutschlands, Österreichs und Osteuropas mit Russland, Teile der Schweiz sowie Nordeuropas u. a.
Eine Spezialinformation mit Landkarten über das Verbreitungsgebiet können wir Ihnen auf Anfrage gerne überlassen.
Übrigens: Die weit verbreitete Meinung, dass Zecken sich von Bäumen herabfallen lassen, stimmt nicht. Übertragung erfolgt durch Vorbeistreifen an Pflanzen wie Gräser und Buschwerk. Im Wald auf befestigten Wegen ohne Berührung mit der Vegetation werden deshalb keine Zecken übertragen.
Korrekte Zeckenentfernung: siehe unter Vorbeugung / Entfernung.
Ihre
Dres. med. Welf und Heike Dieterich
und Team
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Bild 2, 3: www.zecken.de