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Hilfe für dicke Kinder dank Winnies und Sporties

PowerKids / Teilnahme am Selbsttrainings-Programm von bisher über 30 000 Kindern

In den vergangenen vier Jahren haben bundesweit ca. 30000 übergewichtige Kinder, die „ein bisschen schlanker werden möchten" an dem Programm PowerKids teilgenommen, darunter allein 15000 in Bayern. Jetzt wurde PowerKids äußerlich wie auch inhaltlich aktualisiert.

Die Stiftung Kindergesundheit und die AOK Bayern haben mit dem Ziel, die Häufigkeit von Übergewicht und Adipositas bei Kindern zu senken, das Projekt PowerKids erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. PowerKids ist ein Selbsttrainings- Programm, das sich an übergewichtige Kinder zwischen acht und zwölf Jahren wendet und das spielerisch eine Veränderung der Ernährungs- und Bewegungsverhaltens erreichen will. Es wurde von Ärzten, Psychologen und Ernährungsexperten der Universitäten in Göttingen, München und London entwickelt.

Wie Dr. Dagmar Czermak-Loges von der AOK Bayern erläutert ist Ziel des Programms die langfristige Gewichtsreduktion durch einen verringerten Fettverzehr und eine gesteigerte körperliche Aktivität. Das Kernstück des Programms ist der PowerKids-Koffer, der viele Info-Materialien und Spiele enthält, die den Kindern zu Hause helfen sollen, das eigene Essverhalten bewusster wahrzunehmen.

Die Kinder bekommen „Winnies", wenn sie „Fettzies" (Fettpunkte im Essen) und „Schlaffies" (vermiedene körperliche Aktivitäten) sparen und wenn sie „Sporties" (Punkte für Bewegung) sammeln. Wer es schafft, innerhalb von zwölf Wochen 150 „Winnies" zu sammeln, wird zum PowerKid. Selbst noch nach einem Jahr habe dieses Konzept positive Effekte auf Gewicht und Essverhalten der Kinder, berichtete der Göttinger Ernährungspsychologe Professor Volker Pudel, der an der Entwicklung beteiligt war.

Durch die AOK Bayern werden inzwischen landesweit auch Begleitkurse angeboten. Wie der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Walter Schwarz berichtete waren es im vergangenen Jahr 152 Kurse mit ca. 1100 Kindern. Auch Ärzte sind nach seinen Angaben für den Erfolg des Programms von großer Bedeutung: Mehr als ein Viertel der Kinder und deren Eltern wurden durch ihren Haus- oder Kinderarzt auf „PowerKids" gebracht.

Weitere Informationen gibt es unter www.powerkids.de

Bildquelle: © kristian sekulic - Fotolia.com

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