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Sportmedizinische Untersuchung

Besonders verantwortungsvoll für den Arzt sind Untersuchungen auf Sporttaugltichkeit. Es gilt, gewissenhaft zu untersuchen: Blutdruck, Herz- Kreislauf, Lunge, orthopädischer Halte- und Bewegungsapparat. Die Früherkennung ist beim Sportler besonders wichtig, um einen Gesundheitsschaden oder gar ein plötzliches dramatisches Ereignis zu vermeiden. Dies trifft besonders auch bei Kindern und Jugendlichen zu.

Bei Sportausübung - nicht nur bei Wettkämpfen oder Punktspielen - kommt es leider immer wieder zu schweren Zwischenfällen bis hin zu plötzlichem Herztod. Durch eine gründliche sportmedizinische Untersuchung - auch wenn über keinerlei Beschwerden geklagt wird und scheinbar volle Belastbarkeit besteht - könnte manch ein verstecktes Problem rechtzeitig aufgedeckt werden. Der Sporttreibende sollte hier verantwortungsbewusst denken und sich regelmäßig, individuell abgestimmt auf sich und seine Sportart untersuchen lassen.

Von ärztlicher Seite gehören die Frage nach Beschwerden, Beratung zur Sportart, Hinweise zu Ausgleichssport und Verletzungsvorbeugung ebenfalls dazu. Es wäre ärztlich und sportmedizinisch absolut verantwortungslos, auf eine sportartspezifische Untersuchung zu verzichten und schnell mal einen Stempel in einen Startpass zu drücken, „nur weil man den Sportler ja kennt".

Der verantwortungsbewusste Sportmediziner berät auch, welche Sportart für den Einzelnen geeignet oder weniger geeignet ist. Gegebenenfalls muss er sogar von bestimmten Sportarten abraten, wenn sportärztlich absehbar ist, dass es früher oder später zu gesundheitlichen Schäden kommen könnte - sowohl im Bereich des Bewegungsapparates wie des Herz-/ Kreislaufsystems.

Eine Sporttauglichkeitsuntersuchung stellt somit eine hohe Verantwortung für einen Arzt dar. Die Beurteilung, ob Sporttauglichkeit besteht, sollte Ärzten überlassen sein, die hierin erfahren und speziell ausgebildet sind.

Zusätzlich zur Basisuntersuchung sieht die Expertenkommission der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention bei bestimmten Personengruppen jährlich auch die Durchführung eines Belastungs-EKGs (zum Ausschluss von Krankheiten am bestem im Liegen) sowie eine Blut- und Urinuntersuchung vor:

  • Alle Sporttreibende über 35 Jahre
  • Alle Breitensportler mit ( zukünftiger ) Wettkampfteilnahme
  • Alle mit Trainingsumfang von über 6 Stunden pro Woche
  • Alle mit Herz- Kreislauf- Krankheiten wie Bluthochdruck

Für die Tauchsportuntersuchung / Tauchsporttauglichkeit gilt dies für jede Altersgruppe. Wegen der mit dem Tauchsport verbundenen Fremdgefährdung und damit Verantwortung auch gegenüber Dritten gibt es hier besonders exakte Richtlinien für eine intensive Untersuchung auf Tauglichkeit für Tauchsport, die auch Spirometrie (Spirographie, Lungenfunktion) und Ergometrie (Belastungs- EKG) einschließt.

Die Sporttauglichkeitsuntersuchung ist eine wichtige Investition in Ihr Unternehmen Gesundheit.

Weitere Empfehlungen für gesundes Sporttreiben: 10 Goldene Regeln.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auch auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (Deutscher Sportärztebund).

Plötzlicher Herztod: „Tun Sie mal was für den Fahrer"

Unseren Autos gönnen wir Inspektion und Winterreifen. Bei der Gesundheit geizen wir. Ein Herz-Kreislauf-Check könnte vielen Sportlern das Leben retten. 

Lesen Sie das Interview mit Prof. Peter Ostendorf auf sueddeutsche.de (in neuem Fenster).

Bildquelle: Bild 2: © Viktor Khomenko - Fotolia.com

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