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Behandlung von akuten Sportverletzungen

Wenn sich ein Sportler eine akute Sportverletzung zuzieht, muss sofort mit einer aktiven Behandlung begonnen werden, um die verletzungsbedingte Sportpause so kurz wie möglich zu halten und um Folgeschäden zu vermeiden.

Die erste Behandlungsmaßnahme erfolgt immer nach dem PECH - Prinzip:
P wie Pause
E wie Eis / Kühlung
C wie Compression (Druckverband)
H wie Hochlagerung (betroffenen Körperteil hoch lagern)

Ideal ist es deshalb, wenn beim Training oder Wettkampf die entsprechenden Utensilien in einer Kühlbox parat gehalten werden, z. B. auch vom Trainer: Kühlgelpackungen oder Packungen, deren Kälteentwicklung im Verletzungsfall aktiviert werden kann, Schwämme mit Eiswasser, Kompressionsbinden (Achtung, nicht zu elastische Binden, die man weit ziehen kann, sondern sogenannte Kurzzugbinden). Mit Eiswasser getränkte Schwämme können dann unter dem Druckverband, der aber unbedingt fachgerecht angelegt werden muss, angewickelt werden.
Auch gegen richtig angewandte Eissprays gibt es keinen Vorbehalt. Dieser Behandlung sollte dann ein kühlender Verband nachfolgen.

Ein Sportler muss auch eine scheinbare Bagatellverletzung immer unverzüglich angehen und konsequent ausheilen lassen, damit es nicht zu einer unheilvollen Entwicklung mit längerer Sportpause oder chronischer Schädigung kommt. Nur so wird er möglichst bald wieder voll und nicht nur zu 90% einsatzfähig. Der „Normalbürger", der nur gelegentlich mal Sport treibt, kann eine Verletzung vielleicht locker nehmen und sich sagen: „Das wird schon wieder". Im Interesse des Sportlers sowie seiner Mannschaft ist es jedoch, möglichst noch am selben Tag eine konsequente Behandlung in die Wege zu leiten, angeleitet durch einen erfahrenen Sportarzt und ggf. auch Sportphysiotherapeuten, - mit Unterstützung und Verständnis des Trainers.

Neben der Verordnung der richtigen örtlichen Salbenbehandlung kommen hier auch verschiedene Medikamente zum Einsatz sowie Sportphysiotherapie. Auch mit der richtigen Form der Elektrotherapie und mit anderen physikalischen Therapieoptionen sollte schnellst möglich begonnen werden. Spezialisierte Sportarzt - und Physiotherapiepraxen sind mit diesen gezielten therapeutischen Möglichkeiten ausgestattet und vertraut. 

Jeder Tag Verzögerung, mit dem die richtige, aktive Rehabilitation verspätet in die Wege geleitet wird, kann die volle sportliche Einsatzfähigkeit um viele Tage hinausschieben. Bei Weichteilverletzungen wie Muskelzerrungen und Muskelfaserrissen muss frühzeitig mit einer aktiven Bewegungs- und Dehnungsbehandlung begonnen werden.

Ganz wichtig ist, dass dann, wenn leider eine Sportpause verordnet werden muss, sich diese Pause möglichst nur auf die aktiv ausgeübte Sportart bezieht, möglichst aber die Fitness - nämlich Kondition, Kraft, Flexibilität und Koordination - erhalten bleibt. Ein erfahrener Sportarzt wird also diesbezüglich beraten. Gemeinsam mit dem Sportler wird überlegt, wie er die Sportpause aktiv überbrücken kann mit Ausgleichssportarten wie Schwimmen, Radfahren, Aqua-Jogging, Dehnungsprogramme und vernünftiges Krafttraining. Hier sind auch die Trainer gefragt. Siehe auch hier.

Einem Sportarzt haftet möglicherweise das Image an, dass er in der Lage sein müsse, einen Sportler innerhalb weniger Tage wieder fit zu bekommen, „fit" zu spritzen. Hiervor müssen wir ausdrücklich warnen!!

Es gibt kein „Gesund - Spritzen"

Es kann schon sein, dass der Sportler nach einer Spritze wieder wettkampffähig ist, doch macht ihm ein verantwortungsbewusster Arzt hiermit wirklich einen Gefallen? Die Spritzen enthalten meistens auch Schmerzmittel, sodass das wichtige Warnsymptom „Schmerz" wegfällt und es so zu weiteren Überlastungsschäden kommt, die Verletzung noch schlimmer wird. Das Risiko, einen bleibenden Schaden, einen Restschaden zu erleiden ist dann nicht unerheblich. Der Sportler kommt dann auf Dauer unter Umständen nicht mehr auf seine volle Leistungsfähigkeit. Die wichtigen letzten Prozent fehlen ihm dann, um wirklich wieder seine persönliche Höchstleistung zu erbringen oder um seine Leistung weiter steigern zu können. Spritzen dürfen also nur sehr gezielt und kritisch eingesetzt werden.

Das wichtigste ist, sich auszukurieren, zu regenerieren, Geduld zu haben. Sonst ist eben ein Restschaden vorprogrammiert. Das Gewebe kann dann nicht optimal ausheilen, es wird nicht mehr weich, elastisch, flexibel. Es kommt zu Narben - und dauerhaft geschädigtem Gewebe, in welchem dann eine neue Verletzung entsteht, z.B. Muskelrisse, Sehnenabrisse. Ein seriöser Sportmediziner bedenkt dies, um dem Sportler wirklich dauerhaft zu helfen, auch wenn eine längere Sportpause über Monate eingehalten werden muss. Ein verantwortungsbewusster Sportarzt wird den Sportler unterstützen, die Sportpause aktiv zu gestalten, wie bereits oben beschrieben.

Nicht unerwähnt bleiben soll hier auch, dass jede Spritze ein Eingriff in den menschlichen Körper darstellt, welcher auch ein Risiko, teilweise nicht unerheblich, mit sich bringt. Es kann z.B. zu Abszessen kommen, zu Blutergüssen, zu Sehnen- und Nervenschädigungen bis hin zu Sehnenabrissen z.B. der Achillessehne. Auch noch andere schwerwiegendere Probleme können bei Spritzen prinzipiell auftreten. Es muss also immer sehr abgewogen werden, ob eine Injektion dem Sportler wirklich eine dauerhafte Hilfe bringen kann oder ob sie nicht sogar schädlich für ihn sein kann.

Und bitte immer an eines denken: auch bezüglich Sportverletzungen gilt der gute Rat: „Vorbeugen ist besser als Heilen". Der weise Sportler und der kluge, vorausschauende Trainer werden zusätzlich zum sportartspezifischen Training möglichst auf ein Ausgleichstraining achten: Dehnungsprogramm, moderates Krafttraining, Flexibilitäts- und Koordinationstraining, Ausgleichssportarten wie Aqua-Jogging, Schwimmen, Nordic-Walking, Rad fahren. Zur Prophylaxe (Vorbeugung) von Sportverletzungen gehört ebenso ein Warming - up wie ein Cooling - down Programm, welches gemeinsam mit dem Trainer besprochen wird. Ausgleichssportarten immer locker betreiben, die eigentliche Herausforderung in der ausgeübten (Wettkampf-) Sportart suchen.

Bildquelle: H. Hess: Sportverletzungen, Luitpold-Werk München, 4. Auflage

Tapeverband - Kleben, schützen, stützen


(Monika Graf) Stärker als ein einfacher Verband, aber nicht so steif wie ein Gips: Ein Tapeverband stützt nicht nur bereits verletzte Gelenke, sondern schützt auch vor Verletzungen. Richtig tapen ist aber nicht ganz so einfach.

Im Grunde genommen ist ein Tape nichts anderes als ein starkes, unelastisches Klebeband. Eigentlich eine wenig spektakuläre Erfindung. Die Wirkung des speziellen Klebebandes kann sich aber sehen lassen. Nicht nur therapeutisch und zur Rehabilitation, sondern auch prophylaktisch. Es gibt heute kaum eine Sportart, in der Taping nicht angewendet wird. Tapekandidat Nummer eins ist das Sprunggelenk, das zu den am stärksten gefährdeten Gelenken zählt. Es wird vor allem bei schnellen Sprints und Stopps (Spielsportarten) stark belastet. Aber auch Knie, Finger, Handgelenk oder Ellbogen sind häufige Tapeobjekte. Ein Tapeverband stützt, ohne die nötige Beweglichkeit zu verhindern, und eignet sich dazu, das Gelenk so zu stabilisieren, damit eine Verstauchung, Zerrung oder Bänderdehnung gar nicht erst geschehen kann. Am häufigsten wird allerdings dann getapt, wenn bereits eine Verletzung vorhanden ist und wenn es darum geht, das verletzte Gelenk einerseits zu entlasten, andererseits aber weiterhin auch noch belasten zu können. Zum Beispiel bei einer Achillessehnenreizung bei Läufern, einer Patellasehnenentzündung bei Velofahrern oder einer Zerrung bei Fußballspielern.

Ein Tapeverband bietet einen guten Kompromiss zwischen Stabilität und Mobilität, denn die Beweglichkeit des eingebundenen, getapten Gelenkes ist zwar bewusst eingeschränkt, aber nicht aufgehoben. Der unelastische Verband bietet rein mechanisch gesehen eine zusätzliche äußere Hülle und dadurch zusätzliche Stabilität. Er entlastet bestimmte Strukturen und erlaubt nur noch Bewegungen in einem klar begrenzten Spektrum. Genau hier liegt der große Vorteil des Tapeverbandes, denn der schmerzfreie Bewegungsraum bleibt trotz Tapeverband erhalten. Dadurch können die Nachteile der totalen Ruhigstellung wie Muskelschwund, Knorpelschäden, Ödeme, Sehnenverklebung und Thrombosen vermieden werden. Mit der selektiven Bewegungsfreiheit durch den Tapeverband sind die besten Voraussetzungen für eine raschere Heilung geschaffen, weil extreme und schädigende Bewegungen nicht mehr ausgeführt werden können.

Zusatznutzen: aktive Stabilität

Diese passive Stabilität ist aber nur der eine Vorteil, den ein Tapeverband zu bieten hat. Ein weiteres Wirkungsfeld bietet die so genannte aktive Stabilität. Aktive Stabilität beruht auf unserer eigenen Muskelkraft. Aktive und passive Stabilität wirken immer gemeinsam. Dass ein Tapeverband auch die Arbeit unserer Muskeln beeinflusst, ahnte man zwar schon früher, wissenschaftlich belegen konnte man es aber zu den Anfangszeiten der modernen Tapingtechnik (etwa um 1970-1980) noch nicht. Mit zahlreichen Studien wurde das inzwischen nachgeholt. Das Wissen um die Mechanorezeptoren (Nervenenden) in der Haut und deren Auswirkungen auf Muskeln und Sehnen ließen das Taping anfangs der 90er-Jahre in einem neuen Licht erscheinen. Diese zweite Wirkungsweise des Tapings wird als aktive Stabilität oder als propriozeptiver Effekt bezeichnet. Tapeverbände, die man mehrere Tage trägt, wirken fast nur noch propriozeptiv, denn die rein stabilisierende Wirkung des Tapes lässt mit der Zeit nach.

Der propriozeptive Effekt beruht auf folgender Wirkungsweise: Tape ist unelastisch, klebt auf der Haut, und bei jeder kleinen Bewegung zieht es auch an der Haut. Da die Haut sehr gut durchblutet ist und vor allem sehr viele Nervenenden enthält, reagiert sie auf jede dieser kleinsten Berührungen. Jeder Zug am Tapestreifen wird durch Rezeptoren weitergeleitet. Im Gehirn und im Rückenmark werden diese Informationen verarbeitet und via Nerven zurück an die Skelettmuskulatur geleitet. Unbewusst erhöhen sich dadurch die Muskelspannung und die muskuläre Gelenksicherung. Diese propriozeptive Wirkung ist bei prophylaktischen Tapeverbänden sehr wichtig.

Tapen will gelernt sein

«Das Raffinierte an einem Tapeverband ist, dass er belastete Gelenke schützt, dem Körper darüber hinaus viele Informationen via Haut weiterleitet und trotz aller Stabilität die Bewegung nicht verhindert», meint die Physiotherapeutin Bianca Görner, die als Leiterin im Medizinischen Zentrum in Bad Ragaz tagtäglich mit vielen Sportlerinnen und Sportlern zu tun hat. Gerade im Sport sei es wichtig, dass die verletzten Personen möglichst rasch ihr Training wieder aufnehmen können, erklärt sie, aber das müsse in einem geschützten Rahmen geschehen, sonst sei es kontraproduktiv. Die häufigsten Tapeverbände, die Bianca Görner anlegt, sind am Sprunggelenk, am Knie und an der Achillessehne, in den meisten Fällen bei Zerrungen oder überlasteten Sehnenansätzen. Als klassisches Beispiel nennt sie das Umknicken über den Außenknöchel. Häufige Folge davon ist eine Verstauchung des oberen Sprunggelenkes mit einer Überdehnung der Bänder. Ein gezieltes Tape kann ein erneutes Umknicken verhindern und ermöglicht gleichzeitig eine genügend große Bewegungsfreiheit. Die Tapestreifen werden im natürlichen Verlauf der Bänder, Sehnen und Muskeln angelegt und übernehmen so zum Teil deren Funktion. Oft lässt Bianca Görner einen Tapeverband drei Tage lang auf der Haut. Doch sie betont, dass ein Tapeverband nicht in allen Fällen sinnvoll ist. Bei einem Muskelriss, Sehnenriss oder einer Fraktur zum Beispiel ist eine vorübergehende totale Ruhigstellung nötig. «Einfach drauf los tapen, damit getapt ist, nützt nichts», meint sie. Tapen müsse gelernt sein. Und sie ergänzt: «Ein Tape ist nie eine Dauerlösung. Es entlastet nur kurzfristig. Wer zum Beispiel mit einem Tape einen Senkfuss stützt, hat auch nachher noch einen Senkfuss und ersetzt damit keine Fußgymnastik.» Bianca Görner empfiehlt auch, sich ein Tape vom Therapeuten anlegen zu lassen. Einzig einige prophylaktische Tapes könne man mit etwas Übung alleine anfertigen.

Von Sonja Nef bis Jan Ullrich?

Skirennfahrerin Sonja Nef fuhr mit einer getapten Hand Weltcup-Rennen, Anita Weyermann lief Bahnrennen mit eingetaptem Fuß, Jan Ullrich fuhr Hunderte von Rennkilometern mit einem Tape unterhalb der Kniescheibe. Dazu kommen unzählige Volleyball- oder Handballspieler, die ihre Finger präventiv mit Tape schützen oder Orientierungsläufer, für die getapte Füße zur Tagesordnung gehören. Und auch die beste Wintertriathletin der Schweiz, Karin Möbes, hat im Laufe ihrer Karriere schon einige Rollen Tape verbraucht. «Als Wintertriathletin muss ich oft mit Nagelschuhen auf hart gefrorenen und unebenen Schneestrecken laufen, das ist für die Fußgelenke eine extreme Belastung. Vor solchen Rennen tape ich oft.» Leider musste Möbes diesen Winter auch verletzungsbedingt tapen. Bei einem Misstritt verletzte sie sich ernsthaft am Sprunggelenk. Bei ihrer ersten ärztlichen Behandlung wurde ihr ein beweglicher Gips angelegt, der jedoch ein Weitertrainieren verunmöglichte. «Ich konnte mit dem Gips weder Langlaufen noch Velo fahren, was für mich zu diesem Zeitpunkt fatal war», erklärt Möbes. Danach legte ihr eine Physiotherapeutin einen Tapeverband für das Sprunggelenk an. «Das Tape gab mir viel mehr Stabilität als der Gips, und ich konnte den Fuß erst noch bewegen», erzählt Möbes, die mit dem Tapeverband problemlos Langlaufen und Velo fahren konnte. Ein solches Tape habe sie sich aber unmöglich selber anlegen können. «Beim Anlegen eines Tapes muss der Winkel des Fußes genau stimmen, das kann man alleine unmöglich tun. Alleine hätte ich nie diese Stabilität erreicht», meint Möbes. Auch für Nationalkader-Langläuferin Natascha Leonardi-Cortesi ist Taping eine «geniale Erfindung», dank dem sie sogar mit gerissenen Bändern Wettkämpfe bestreiten konnte.

Vom Pflaster zum Tape

Dass funktionelle Verbände wie das Taping sinnvoll sind, ist seit langem bekannt. Bereits 1787 schrieb der deutsche Arzt Lorenz Heisters in seinem «Handbuch der Wundarzney»: «Bei geringen Verrenkungen besonders an den Händen und Armen soll man den Patienten anraten, dass sie das verrenkte Glied öfters gelinde bewegen, weil von der allzu langen Ruhe eine Steifigkeit des Gewebes verursacht wird.» Die Folgen der Immobilisation waren also schon damals bekannt. Mit der Erfindung des ersten Pflasters auf Gewebebasis durch Paul Beiersdorf im Jahre 1892 wurden erste Lösungen gefunden. In der Folge wurden viele Verbandstechniken ausprobiert, um gezielt Gelenke zu stützen, zu entlasten und zu führen. 1897 erfand Dr. Bender die textilelastische Binde und leitete eine weitere bedeutende Ära ein. Diese beiden Materialien, die elastische und die unelastische Binde, bildeten die Basis für die Verwirklichung funktioneller Verbände. Der Bedarf an solchen Verbänden nahm mit zunehmendem Hochleistungssport und den immer größer werden Belastungen des Bewegungsapparates zu. Für den Sport kristallisierten sich zwei Anwendungsbereiche heraus: die Verletzungsprophylaxe und die Therapie. Das ist bis heute geblieben. Das moderne Tape ist ein selbstklebendes Band und besteht aus Baumwollgewebe, welches mit einer Zinkoxid-Gummiklebemasse beschichtet ist. Tape ist unelastisch, zug- und reißfest. Aufgrund des leicht gezähnten Randes ist es längs und quer einreissbar. Standardbreite ist 3,75 cm. Es gibt jedoch auch 2 cm und 5 cm breites Tape. Marktführer ist Leukotape. Eine Taperolle ist 10 m lang. Erhältlich in Drogerien, Apotheken und einigen spezialisierten Sportfachgeschäften.

Einsatzgebiete des Tapeverbands

Hier hilft ein Tape:

  • Muskelverletzungen: Überdehnung, Zerrung, Quetschung, Faserriss, Bündelriss, Entzündung, partielle Einrisse, Faszienriss
  • Bänder- und Kapselverletzungen: Überdehnung, Zerrung, Quetschung, Einrisse, isolierte Rupturen
  • Sehnen- und Sehnenscheidenverletzungen: Zerrungen, Entzündungen, Sehnenansatzreizungen, Schleimbeutelentzündungen
  • Knochenverletzungen: Fissuren, Reizungen und Entzündungen der Knochenhaut, Brüche ohne Verschiebung der Knochen
  • Postoperativ: zur Verkürzung der Dauer der totalen Ruhigstellung nach Gelenkoperationen
  • Zur Entlastung bei beginnender Arthrose, bei atrophischer (geschwächter) Muskulatur z. B. nach einer Operation, bei permanenten Überlastungsreizen z.B. durch Fußfehlstellung (Spreizfuss, Senkfuss)
  • Als Prophylaxe bei Sportarten mit zu erwartender Extrembelastung, bei latenten Überlastungsbeschwerden, bei irreparablen Beschwerden an Gelenken und Muskeln (instabiles Gelenk, Bandinsuffizienz), zur Vermeidung/Korrektur statischer Fußprobleme

Hier macht tapen keinen Sinn:

  • Nicht für eine Erstversorgung nach einem Misstritt geeignet. Kompression (durch eine elastische Binde) und Kühlung sind hier die wichtigsten Maßnahmen.
  • Nie auf blutende Wunden kleben
  • Nie nach Verletzungen wie kompletter Muskelriss, massive Muskelquetschung, grosse Muskelhämatome, kompletter Bänderriss, knöcherne Bandausrisse, Sehnenriss, Gicht, Knochenbrüche mit Verschiebungen, Ermüdungsfrakturen, massive Knorpeldefekte, Arthritis (Gelenkentzündung), fortgeschrittene Arthrose

Achtung: Tapeverband sofort aufschneiden und abnehmen bei:

  • Stark zunehmenden Schmerzen
  • Starken Schwellungen (besonders an Finger und Zehen), die auch bei Hochlagerung nicht zurückgehen
  • Blauer oder weißer Verfärbung von Fingern oder Zehen, die auch bei Hochlagerung nicht zurückgehen
  • Taubheitsgefühl, (Kribbeln)
  • Starkem Juckreiz


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