Suche:  


Bilharziose - „Erst checken, dann starten!"

Die Bilharziose oder Schistosomiasis ist weltweit eine der bedeutendsten Wurmerkrankungen. Beim Baden in süßen Gewässern dringen die Larven des Saugwurmes (Pärchenegel) durch die Haut in den Menschen ein.

Die Krankheit ist in vielen Ländern der Tropen und Subtropen verbreitet; - dort, wo der für die Vermehrung der fünf Schistosoma-Typen notwendige Zwischenwirt vorkommt: eine Schnecke, die im warmen Süßwasser lebt (im Bild: Biomphalaria glabrata). Diese Wasserschnecke scheidet die Larven (Zerkarien) aus.

Man unterscheidet eine Darmbilharziose und eine Blasenbilharziose. Je nach Schistosoma-Typ werden folgende und andere Organe befallen: Leber, Darm, Lunge, Herz, Rückenmark, Gehirn, Harnblase, Harnröhre, Nieren, Prostata, Hoden, Vagina, Eierstöcke.

Gleich nach dem Baden kann es zu einem kurzen, juckenden Hautausschlag kommen. Nach ca. 4-6 Wochen treten die ersten eigentlichen Symptome auf: das sogenannte Katayama-Fieber mit plötzlichen Kopfschmerzen, Fieber, Abgeschlagenheit, Nacken- und Gliederschmerzen, Übelkeit und Durchfall.

Der Nachweis einer Bilharziose ist meist erst Wochen nach der Infektion möglich. Es wird vor allem nach Eiern im Stuhl oder Urin gesucht. Die Behandlung besteht in der Einnahme spezieller Medikamente.

Zur Vermeidung einer Infektion mit Schistosomen sind konsequente Vorsichtsmaßnahmen nötig: Kontakt mit Süßwasser vermeiden (also kein Schwimmen, Baden, Durchwaten oder Waschen in Süßwasser außer Swimmingpools). Auch in fließenden Gewässern kann Bilharziose übertragen werden.

Weiterführende Links und aktuelle Informationen:

 

Bildquelle: sxc.hu

DieArztPraxis
Mail an die Praxis